Mal wieder eine kleine Notiz für mich, weil ich es ständig vergesse und dann wieder suchen muss
Hat man wie ich, ein Garmin Oregon 300 (oder auch 200 oder 400) aber kein Windows, wird das Firmware-Update (ich beziehe mich nur auf Finals, keine Betas) auf dem normalen Weg schwierig, da man eigentlich ein Update-Programm von Garmin nutzen soll.
Es gibt allerdings auch die inoffizielle Möglichkeit, die Firmware direkt herunter zu laden und auf dem Gerät zu installieren.
Vorab noch ein wichtiger Hinweis: Sollte euer Gerät durch das Update kaputt gehen, kann ich nichts dafür und auch nicht verantwortlich zu machen. Ihr seid selbst für euer Handeln verantwortlich! Außerdem sollte man von Firmware-Updates grundsätzlich die Finger lassen, sofern das Gerät das tut was ihr wollt.
Wer mit GPSBabel nicht so zurecht kommt oder zurecht kommen will, weil die Befehle im Terminal etwas kryptisch sind, der kann natürlich auch das originale MapSource von Garmin verwenden. Das Programm lässt sich ganz leicht mit wine installieren und läuft dann wie in einer typischen Windows-Umgebung. Fast jedenfalls…
Man muss nämlich noch eine Kleinigkeit in wine anpassen, damit MapSource das GPS findet:
ln -s /dev/ttyUSB0 ~/.wine/dosdevices/com1
Dadurch wird der USB0-Anschluss bzw. derjenige unter welchem das GPS angesprochen wird (siehe Ausgabe von dmesg), in wine als COM1-Anschluss angelegt.
Danach klappt es auch wieder mit MapSource
Achtung: In der aktuellen Version lässt sich MapSource laut appDB nicht mit wine verwenden, man sollte also eine ältere Version verwenden.
Nachtrag: Bei Garmin kann man sich auch noch die 6.13.7 herunterladen, welche mit wine funktioniert. Allerdings gibt es keinen direkten Download-Link mehr, diese URL funktioniert aber aktuell noch.
Ich habe lange nach einer Lösung gesucht, wie ich mein Garmin eTrex Venture HC unter Ubuntu 8.04 “Hardy Heron” zum funktionieren bekomme. Genauso lange hatte ich damit keinen systematischen Erfolg. Manchmal funktionierte die Sache, nach einem Neustart wieder nicht mehr und ich wusste nicht, wieso
Inzwischen habe ich jedoch eine Lösung gefunden, die stabil läuft und wunderbar funktioniert.
In der Datei /etc/modprobe.d/blacklist muss man die Zeile
blacklist garmin_gps
auskommentieren (einfach # vor die Zeile machen)
Damit man als normaler Nutzer Zugriff auf den erkannten Garmin-Treiber am USB-Anschluss hat, muss man die Datei /etc/udev/rules.d/51-garmin.rules bearbeiten/anlegen und die Zeile
Danach startet man am Besten erst mal neu. Wenn man dann das GPS anschließt, sollte man im Terminal mit dem Befehl dmesg eine entsprechende Meldung erhalten, dass ein Garmin-Gerät erkannt wurde.
Jetzt kann man wunderbar mit GPSBabel seine Daten auf das GPS spielen oder vom Gerät auslesen. Beispiele dazu kommen noch in einem extra Beitrag
Nachdem ich hier bereits beschrieben hatte, wie man sein Garmin GPS unter Ubuntu zum laufen bekommt, folgen hier noch ein paar praktische Beispiele für den täglichen Umgang damit.
Früher gab es ja die beliebte Schnitzeljagd, welche wahrscheinlich jeder schon mal auf die ein oder andere Weise gespielt hat. Über die Jahre wird man natürlich ältern und irgendwie hat man kein Interesse mehr an solchen Kinderspielen.
Aber irgendwann erfinden schlaue Leute vom Militär das GPS und irgendwann werden die Geräte auch so klein und günstig, dass sich das jeder Idiot Interessierte kaufen kann.
Dann dauert es auch nicht mehr lange und schon ist das Geocaching entstanden. Eine Schnitzeljagd, bei der man GPS-Koordinaten bekommt (oder manchmal erst finden muss) um dann irgendwo einen versteckten Behälter zu finden. Dort bekommt man dann manchmal weitere Koordinaten usw. usf.
Soweit mal zur kurzen Erläuterung. Warum das ganze?
Langer Rede, kurzer Sinn: Anja hat einen Bericht im TV gesehen und mich dazu angestachelt, so ein kleines GPS-Gerät zu kaufen. Gestern ist es auch angekommen und jetzt werden wir wohl in Zukunft ständig im Unterholz oder irgendwelchen Kanälen herum krabbeln um Sachen zu suchen, die andere Leute weggeworfen haben.
Falls ihr also demnächst mal ein paar Leute bei euch im Vorgarten buddeln seht oder in der Stadt jemand unter Bänken herum krabbelt… nicht wundern
Zum Schluss noch ein paar nützliche Links für den interessierten Leser: geocaching.com und opencaching.de. Beides sind große Datenbanken für Caches (die versteckten Sachen, die man finden möchte), wobei mir opencaching.de besser gefällt.